DAS MACHEN ANDERE

Praxis-Beispiele von Euch für Euch

Hier stellen wir Euch vor, was unsere Kameradinnen und Kameraden aus den Thüringer Gemeinden durchgeführt haben. Macht es gerne nach, münzt es auf Eure Feuerwehr um, entwickelt es weiter und erzählt uns Eure Aktionen - damit wieder andere davon lernen können.

LK Gotha
FF Gotha-Siebleben | Hand in Hand
25 Jahre Jugendfeuerwehr in Gotha-Siebleben! Gefeiert wurde gemeinsam beim jährlichen Sommerfest, welches vom Förderverein Siebleben ausgerichtet und mit dem Motto „Feuer und Flamme“ passend betitelt wurde. Als Partner des Fördervereins stellte die Freiwillige Feuerwehr das Gerätehaus zur Vergfügung und verköstigte die Gäste mit frischem Grillgut. Außerdem organisierten sie eine Feuerwehr-Modenschau, bei dem Klein und Groß ihre Ausrüstungen stolz präsentierten. Kamerad Chris Zabel, war begeistert: „Von der Bambiniausrüstung bis hin zum Chemikalienschutzanzug war alles dabei!“ Die Jugendfeuerwehr demonstrierte als Schauvorführung einen Löschangriff bei einer Fettexplosion, die gleich als Brandschutzerziehung genutzt wurde. Neben einer bunten Bastelstraße konnte sich der Kindergarten auch bei einem aus Pappkartons gebauten Löschzug beim Tanzen auf der Bühne austoben. Professionell präsentierte sich auch die Freiwillige Feuerwehr vor Ort: ein rotes, schnell aufbaubares Zelt im Feuerwehr-Look und eine einfache, klassische Messe-Rückwand wiesen allen Gästen den Weg zu den Kameradinnen und Kameraden. Denn auch ein Sommerfest ist eine gute Gelegenheit, neue Mitglieder auf sich aufmerksam zu machen und für die Freiwillige Feuerwehr zu gewinnen. „Der Stadtfeuerwehrverband hat Zelt und Rückwand einmal angeschafft, die wir nun in der gesamten Stadt Gotha bei den Veranstaltungen nutzen – und natürlich sorgsam pflegen. Das erhöht unseren Wiedererkennungswert und macht einen professionellen Eindruck. Das schafft Vertrauen, vor allem den Eltern gegenüber, die überlegen, ihre Kinder in die Jugendfeuerwehr zu schicken.“, so Chris Zabel. Zusätzlich wandte er sich an den Thüringer Feuerwehr-Verband, der im Zuge seiner Mitgliederkampagne diverse Streuartikel zu Verfügung stellt, um die Mitgliedergewinnung vor Ort zu unterstützen. So ließ er neben Plakaten und zielgruppenspezifischen Flyern auch Lineale, Kugelschreiber und die feuerroten Tatütata-Beutel zukommen. Eines ist klar: Nur gemeinsam konnte die Veranstaltung für alle ein gelungenes Fest werden – Hand in Hand.
Kyffhäuser-Kreis
FF Greußen | Feuerwehr-Beutel & Bäckersbrot
„Es war einmal …“, mit diesen Worten leitet René Schwara, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Greußen ein. Er holt weit aus, um den Bogen vom letzten Feuerwehrfest, über die Museumsnächte und den großen Brand in Greußen 1834 zu einer Aktion der Feuerwehr im Frühling 2018 zu schlagen. Das Ziel: Feuerwehr erlebbar machen und neue Mitglieder gewinnen. Der große Stadtbrand von Greußen im Jahr 1834 ist tief im Bewusstsein der Greußener Einwohner verankert. Anlässlich zwei bedeutender Jubiläumsfeiern der ortsansässigen Feuerwehr (125 Jahre Feuerwehr Greußen und 25 Jahre Jugendfeuerwehr Greußen) wurde dem Brand eine gesamte Museumsnacht Ende September 2017 gewidmet. Alle Feuerwehr-Kameraden engagierten sich, der Kamerad Frank Hoier bot eine Stadtführung inklusive Feuerwehrvorführung an und die Kameraden servierten nach einem Diavortrag Kartoffelsuppe und Fettbrot mit frisch gebackenem Brot der Bäckerei Jacob. Doch auch dieses Brot war etwas ganz Besonderes: Gemeinsam mit der Bäckerei Jacob entwickelte die FF Greußen das „Greußener 1834“ – ein bodenständiges, sättigendes Roggen-Dinkel-Brot als Zeichen der Ortsgeschichte, von Greußen für Greußen. Das Feedback zur Museumsnacht mit dem Ambiente von Brot, Fett und Greußener Geschichte war derart positiv, dass für April 2018 eine erneute Museumsnacht zum Stadtbrand 1834 geplant wurde. Zwischenzeitlich besucht der Kamerad René Schwara einen Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Bad Köstritz. Hier lernte er über Frau Anja Rödiger-Erdmann, Angestellte beim Thüringer Feuerwehr-Verband (ThFV) und Projektleiterin von EMVü, die unterschiedlichen Präsente der neuen Mitgliederkampagne des ThFV kennen. Besonders der rote Jutebeutel mit der Aufschrift „Tatütata“ gefiel ihm und seinen Kameradinnen und Kameraden natürlich besonders. In ihm sahen sie eine praktische Ergänzung zur Brot-Aktion, eine noch offensichtlichere Verbindung zur Feuerwehr und ein hohes Potential für die Mitgliedergewinnung – die Idee des Brotbeutels war geboren. In Rücksprache mit der Bäckerei Jacob über wöchentlichen Abverkauf des Brotes und erste Hochrechnungen entstand eine kleine Medienkampagne, die parallel zur wiederholten Museumsnacht von Mitte April bis Anfang Mai 2018 laufen sollte. Mit der Verbreitung über die Sozialen Netzwerke und in den Print-Medien, Bestellung der entsprechenden Beutel-Menge beim ThFV und Ausstattung jeden Beutels mit einem Kontaktflyer startet die Aktion. Die gemeinsame Aktion von Feuerwehr und Bäckerei war ein derartiger Erfolg, dass sogar weitere Beutel beim ThFV nachbestellt wurden. Die Aktion entwickelte sich zum Selbstläufer und sorgte für Werbung weit über den Aktionszeitraum hinaus. Im Aktionszeitraum konnte nicht nur eine Verkaufssteigerung bei der Bäckerei Jacob, sondern auch ein Zuwachs in der Kinder- und Jugendfeuerwehr Greußen verzeichnet werden. René Schwara ist stolz, was er gemeinsam mit seinen Kameraden erreicht hat: „Ähnliche Aktionen werden wir […] wiederholen, um einfach in aller Munde zu bleiben und auf lange Sicht ein positives Feedback aus der Bevölkerung für unsere Arbeit zu erfahren.“ Die Initiative der Freiwilligen Feuerwehr Greußen zeigt deutlich, dass es nicht viel braucht, um nachhaltig Mitglieder zu gewinnen. Es braucht auch nicht immer eine ganz neue Idee. Vielleicht ist es bei Euch nicht der Bäcker, sondern der Fleischer, mit dem ihr zusammenarbeiten können. Macht mit. Macht es nach. Macht es anders.
Saale-Orla-Kreis
FF Ebersdorf | Haushalts-Löschkübel
Was die Kameraden hier geleistet haben? Das findet ihr im Downloadbereich unter "Rezepte".
LK Sonneberg
FF Sonneberg | Aktion: Ehrenämtler vorgestellt!
Mit viel Herzblut haben Matthias Kaden (KBM LK Sonneberg) und René Gundermann (FF Köppelsdorf und Mupperg) gemeinsam mit dem "Freies Wort" Sonneberg in ihrer Aktion verschiedene Rettungskräfte des Landkreises vorgestellt. Besonders eine Zielgruppe im Fokus: Quereinsteiger und ihre Geschichten. Nur wer selbst begeistert von seiner Geschichte erzählt, steckt wirklich an. Daraufhin setzte sich Kamerad Gundermann im Juni 2017 mit dem KBM Matthias Kaden in Verbindung und gemeinsam baten sie ehrenamtlich tätige Personen aus der Feuerwehr, aber auch vom Rettungsdienst, der Bergwacht, dem THW und der Notfallseelsorge ihre Geschichte in der Zeitung zu erzählen. Damit sollte auch die Vielfalt der ehrenamtlich tätigen Rettungsdienste in ganz Thüringens verdeutlicht werden. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Nicht nur, dass die Interviewten selbst als die besten Multiplikatoren wirkten, sondern auch die Bürger inklusive der Feuerwehrangehörigen und Mitarbeiter des Landratsamtes (Bereich Brand- und Katastrophenschutz und Bereich Pressearbeit) um Fortsetzung der Aktion oder um Weiterführung der öffentlichen Wahrnehmung der Rettungsdienstleister baten. Matthias Kaden zeigte sich vor allem von der Unterschiedlichkeit der Menschen beeindruckt und was sie neben Familie, Beruf und privaten Interessen für ihre Mitbürger leisten. Diese Vielfarbigkeit spricht an, darin finden sich Interessierte wieder. Damit treffen Kaden und Gundermann den exakten Kern der vom ThFV initiierten Mitgliederkampagne, die den Kameraden unter anderem als Leitfaden diente. Die an alle Landkreise ausgeteilten Handlungsempfehlungen zur Mitgliedergewinnung beinhalten genau das, was in Sonneberg zum Erfolg führte: Suche dir deine Zielgruppe, sei kreativ in deiner Aktion, sprich darüber! Der ThFV möchte sich bei den Kameraden Kaden und Gundermann für ihre Initiative herzlich bedanken. Sie sind mit der Durchführung derartig öffentlichkeitswirksamen Aktionen beispielgebend für die Mitgliedergewinnung in ganz Thüringen. Alle Geschichten sowie das Rezept der Aktion findet ihr in unserem Downloadbereich unter "Ideen & Rezepte".

Erzählt es!

Wie lief die Aktion bei Euch? Gab es neue Chancen und Hürden? Wie seid ihr damit umgegangen? Welche neuen Erfahrungen habt ihr gemacht?

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Noch mehr Rezepte!

Alle Praxis-Beispiele findet ihr auch im Downloadbereich unter "Ideen & Rezepte".

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